Theater Freiburg
Orestie
Tragödientrilogie nach Aischylos
in einer zeitgemässen Fassung von Felicitas Brucker
Dauer: 3:00 h inkl. Pause
Vorverkauf ab: 25.01.10
Einführung 19.15 Uhr
Wie ein Fluch liegt die Blutrache auf dem Königshaus der Atriden. Sie bedeutet Tod und Stillstand - das ganze öffentliche Leben scheint in einem Strudel von Gewalt und Blut gefangen zu sein. Denn einst opferte Agamemnon, bevor er in den Trojanischen Krieg zog, seine Tochter Iphigenie den Göttern. Als er nach zehn Jahren heimkehrt, nimmt seine Frau Klytaimnestra dafür blutige Rache.
Orest, der Sohn, tötet
daraufhin grausam seine Mutter und deren Geliebten. Danach wird Orest
von den Rachegeistern, den Erinyen, verfolgt.
Orest wendet sich schliesslich hilfesuchend an Pallas Athene, die - und
das ist neu in der vom Götterkodex bestimmten Welt - ein Gericht
einberuft: Orest vs. Erinyen. Zum ersten Mal findet ein Prozess statt.
Die Positionen der Seiten werden angehört, es wird entschieden:
Der Mensch Orest, der Mörder Orest wird freigesprochen. Damit wird der
Teufelskreis von Schuld und Rache durchbrochen.
Aischylos «Orestie» zeichnet fast allegorisch den Weg einer Gesellschaft
aus einer archaischen Kultur der Rache und dem blinden
Götterglauben hin zu dem Modell einer Gemeinschaft, deren Zusammenleben
auf demokratischen Prinzipien beruht.
Die junge Regisseurin Felicitas Brucker studierte Regie am Goldsmiths
College in London, sie inszeniert unter anderem an den Münchner Kammerspielen,
dem Schauspiel Hannover und dem Maxim Gorki Theater,
Berlin. In Baden war sie in der letzten Spielzeit mit ihrer Interpretation
von «Frühlings Erwachen» nach Wedekind zu Gast und sorgte für angeregte
Diskussionen.
Regie:
Felicitas Brucker
Dramaturgie:
Ruth Feindel & Arved Schultze
Mit:
Lucia Schreiber, Johanna Eiworth, Konrad Signer, Anna Böger, Martin Butzke, Matthias Lodd, Charlotte Müller, Martin Wegel u.a.
Musik:
Erol Dizdar
Schauspiel nach Aischylos
Deutsch von Peter Stein.
Fassung für das Theater Freiburg:
Felicitas Brucker und Arved Schultze
Zusätzliche Texte aus "Orestes" von Euripides
www.theater.freiburg.de





