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Geschichte

Die Theatertradition der Stadt Baden geht bis ins Mittelalter zurück. 1675 wurde am Ölrain der Bäderstadt ein Schützenhaus mit einem Theaterraum für 500 Zuschauer eingeweiht. Er gilt als der erste Theatersaal in der Schweiz und wurde nach einem Brand 1833 zum Stadttheater mit 800 Plätzen umgestaltet, 1909 geschlossen und 1929 abgebrochen.


Neben dieser Bühne entstand schon 1881 auf dem Areal des Kurparks das erste Kurtheater. Es wurde 1897 umgebaut und ab 1926 vom Stadttheater St. Gallen als Sommerspielstätte benützt. Am 16. September 1951 fand darin die letzte Aufführung statt, wenig später wurde das Haus abgerissen. 1952 ersetzte die Theaterstiftung Baden (heute Theaterstiftung der Region Baden-Wettingen) als Bauherrin und Eigentümerin das alte Haus durch einen Neubau von Lisbeth Sachs, das heutige Kurtheater, dem 1955 noch ein Studiogebäude angefügt wurde.


Der Sommertheaterbetrieb des Stadttheaters St. Gallen wurde 1977 eingestellt. Die 1947 als Besucherorganisation gegründete Theatergemeinde Baden (TG) entwickelte sich später zur Theaterveranstalterin. Im Auftrag der Theaterstiftung organisierte sie für ihre Mitglieder bis 2002 jährlich 40-50 Sprech-, Musik- und Tanztheatervorstellungen von schweizerischen und ausländischen Gastspielensembles. Dazu gesellen sich jede Spielzeit etwa gleich viele Aufführungen von Eigenveranstaltern. Seit Herbst 2002 liegt die Spielplangestaltung wieder bei der Theaterstiftung, die für diese Aufgabe die Stelle einer künstlerischen Leitung schuf. Heute leitet eine Geschäftsleitung den Theaterbetrieb, wobei die Gesamtleitung bei der künstlerischen Leitung liegt.